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Faust - Johann Wolfgang von Goethe - Strona 160

O weh! O weh, nun ist's vorbei!
Die Last bricht mir das Kreuz entzwei.

/ Das Kistchen stürzt und springt auf. /
HABEBALD

Da liegt das rote Gold zuhauf —
Geschwinde zu und raff es auf!

EILEBEUTE
/ kauert nieder. /

Geschwinde nur zum Schoß hinein!
Noch immer wird's zur Gnüge sein.

HABEBALD

Und so genug! und eile doch!
Sie steht auf.
O weh, die Schürze hat ein Loch!
Wohin du gehst und wo du stehst,
Verschwenderisch die Schätze säst.

TRABANTEN *(unsres Kaisers)*

Was schafft ihr hier am heiligen Platz?
Was kramt ihr in dem Kaiserschatz?

HABEBALD

Wir trugen unsre Glieder feil
Und holen unser Beuteteil.
In Feindeszelten ist's der Brauch,
Und wir, Soldaten sind wir auch.

TRABANTEN

Das passet nicht in unsern Kreis:
Zugleich Soldat und Diebsgeschmeiß;
Und wer sich unserm Kaiser naht,
Der sei ein redlicher Soldat.

HABEBALD

Die Redlichkeit, die kennt man schon,
Sie heißet: Kontribution.
Ihr alle seid auf gleichem Fuß:
„Gib her!” das ist der Handwerksgruß.
Zu Eilebeute.
Mach fort und schleppe, was du hast,
Hier sind wir nicht willkommner Gast.

/ Ab. /
ERSTER TRABANT

Sag, warum gabst du nicht sogleich
Dem frechen Kerl einen Backenstreich?

ZWEITER

Ich weiß nicht, mir verging die Kraft,
Sie waren so gespensterhaft.

DRITTER

Mir ward es vor den Augen schlecht,
Da flimmert' es, ich sah nicht recht.

VIERTER

Wie ich es nicht zu sagen weiß:
Es war den ganzen Tag so heiß,
So bänglich, so beklommen-schwül,
Der eine stand, der andre fiel,
Man tappte hin und schlug zugleich,
Der Gegner fiel vor jedem Streich,
Vor Augen schwebt' es wie ein Flor,
Dann summt's und saust's und zischt' im Ohr;
Das ging so fort, nun sind wir da
Und wissen selbst nicht, wie's geschah.

/ Kaiser mit Vier Fürsten treten auf. /
/ Die Trabanten entfernen sich. /
KAISER
Źródło tekstu: Wolne Lektury.

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